Prävention

Februar 10th, 2011

Maßnahmen verschiedenster Art, die im Zusammenhang mit typischen Zivilisationskrankheiten angewandt werden, scheinen auch geeignet zu sein, die Wahrscheinlichkeit, an Alzheimer-Demenz zu erkranken zu senken. Die wissenschaftliche Akzeptanz und die vorliegenden statistischen Daten liefern bisher jedoch eine nur unklare Beweislage. Verschiedene Verhaltensrichtlinien, Vorschläge zur Ernährung, Vorerkrankungen und Umwelteinflüsse sowie Nahrungsergänzungsmittel liefern Stoff für heftige Diskussionen. Maßnahmen, die in der Lage sein könnten, das Auftreten einer Alzheimer-Erkrankung zu verhindern, müssen nicht zwangsläufig dazu geeignet sein, eine bereits diagnostizierte Erkrankung mildernd oder gar heilend zu beeinflussen. Wohl gibt es viele Studien beobachtenden Charakters, jedoch keine, die eine Wirksamkeit von Maßnahmen oder Medikamenten belegen.

Ausreichend Bewegung oder sogar Sport und eine gesunde Ernährung, die eine Versorgung des Körpers mit Vitamin B, ungesättigten Fettsäuren und Antioxidanzien gewährleistet, können sich mit hoher Sicherheit positiv auswirken. Wer auf Nikotin verzichten kann, schafft einen weiteren möglichen Risikofaktor aus der Welt. Eine geistig anspruchsvolle Tätigkeit scheint sich ebenso günstig auszuwirken wie ein qualitativ hohes Ausbildungsniveau. Dagegen steht häufiger Fernsehkonsum in dem Verdacht, das Risiko einer Alzheimer-Erkrankung zu steigern. Geistige Beweglichkeit auch im Alter übt einen günstigen Einfluss aus. Eine rege Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und kontinuierliches Training des Denkvermögens, wie beispielsweise durch Schachspielen, schlagen ebenso positiv zu Buche. Ein erhöhter Blutdruck sollte möglichst zeitig genug diagnostiziert und therapiert werden. Durch wissenschaftliche Untersuchungen ist belegt, dass in der Tat ein zu hoher Cholesterinspiegel das Erkrankungsrisiko erhöht.

Zu den Vorerkrankungen, die das Risiko für eine Alzheimer-Demenz erhöhen, zählen Schädel-Hirn-Traumata, Diabetes und andere Stoffwechselerkrankungen, Bluthochdruck sowie Schlaganfälle. Das Bundesinstitut für Risikobewertung verneint einen Zusammenhang zwischen Alzheimer-Erkrankungen und durch Aluminium-Einlagerungen belastetes Trinkwasser. Die jeweilige genetische Disposition und das unvermeidbare Altern sind Faktoren, die zweifellos das Erkrankungsrisiko mitbestimmen, jedoch nicht zu beeinflussen sind.

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