Diagnose

Juli 3rd, 2009

Die Diagnose der Alzheimer-Krankheit kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen. Sobald man einige Warnsymptome bemerkt, sollte man erstmal den Hausarzt konsultieren. Im Idealfall werden dann intensive Gespräche über die Alltagssituation des Patienten geführt. Sollten Anzeichen auf die Alzheimer-Erkrankung vorhanden sein, folgen radiologische Untersuchungen, wie eine Computertomographie (CT) oder eine Kernspintomographie (MRT). Diese Verfahren ermöglichen beispielsweise die Erkennung eines geschrumpften Gehirns oder bestimmter Hirnhälften. Die Schrumpfung ist auf das Abbauen von Gehirnzellen zurückzuführen, d.h. je größer die Schrumpfung desto schlimmer die Ausprägung der Symptome einer Alzheimer-Demenz.

Vergleich gesunder Mensch und Alzheimer-Erkrankter

Rechts gesundes Gehirn, links Gehirn eines Alzheimer-Erkrankten

Sinnvoll ist außerdem einen spezialisierten Psychiater oder Neurologen aufzusuchen, der mit der Durchführung von neuropsychologischen Tests die kognitiven Fähigkeiten (Denken, Wahrnehmung, Erinnerung) sowie die Konzentrations- und Orientierungsfähigkeit, und damit zusammengefasst die Fähigkeit selbstständig alltägliche Anforderungen zu bewältigen, untersuchen kann. Ein Beispiel solcher Demenztests ist der sogenannte Uhrentest. Dabei wird dem potentiellen Demenz-Erkrankten eine Uhrzeit angegeben, die dieser in Form einer Uhr mit Zeiger zeichnen soll. Der Arzt kann aus diesem Bild erkennen, die Funktion des Gedächtnisses eingeschränkt ist. Weitere Untersuchungsverfahren sind Rechenaufgaben, Geschicklichkeitstests und andere Aufgaben, die auf alltägliche Herausforderungen abgestimmt sind.

Eine weitere Möglichkeit der Diagnose einer Alzheimer-Demenz kann durch sogenannte Gedächtnis-Sprechstunden, Memory-Kliniken oder Gedächtnis-Ambulanzen erfolgen. Das sind Einrichtungen, die sich auf die Feststellung und Behandlung von Demenz-Krankheiten spezialisiert haben. In solchen Einrichtungen beschäftigen sich Psychiater, Neurologen, Internisten und Psychologen sehr ausführlich mit den Patienten und analysieren die genaue Ursache der Gedächtnisblockade. Nach der Diagnose folgt ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem Erkrankten und seinen Angehörigen, wobei unter anderem Behandlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.

Nicht nur Alzheimer ist im Alter eine Gefahr für die Gesundheit. Weitere Informationen zu Vorsorgeuntersuchungen für Senioren finden Sie bei vivemus.de

  • Comments(0)

Trackback URI | Comments RSS

Leave a Reply