Angehörige
admin Juli 16th, 2010
Wie bei allen schweren Krankheiten stellt auch Alzheimer die Angehörigen und Freunde des Erkrankten vor eine ebenso, wenn nicht größere Herausforderung als den Patienten selbst. Häufig sind Angehörige völlig hilflos, weil sie nicht wissen, wie schnell die Krankheit fortschreiten wird und was getan werden muss und kann. Eine solche Reaktion ist verständlich und völlig normal, niemand kann sich auf eine solche Krankheit wirklich vorbereiten und für jeden bedeutet die Erkrankung eines Angehörigen einen Schock.
Aus diesem Grunde gibt es Informations-Seiten und Anlaufstellen, bei denen Betroffene Hilfe suchen und finden können. Für die ersten Schritte finden Sie im Folgenden einige Tipps und Leitlinien, mithilfe derer sie den Prozess des Verstehens und Akzeptierens der Krankheit beginnen sollten.
Das wichtigste, was nach einer Alzheimer-Diagnose geschehen muss, ist eine gründliche Auseinandersetzung mit dieser Krankheit. Informieren Sie sich bei Ärzten und mithilfe von Büchern genau, wie die Krankheit verläuft und was man voraussehen kann oder eben nicht. Nur, wenn Sie wissen, was in den kommenden Jahren mit Ihren Angehörigen geschieht, können Sie angemessen auf die Situation reagieren. Gehen Sie diesen ersten Schritt ruhig mit ihren Angehörigen zusammen an, wenn dieser es möchte. Machen Sie sich klar, dass Alzheimer Ihnen ihren Angehörigen nicht von jetzt auf gleich entreißt. Sie haben genug Zeit, um wichtige Dinge zu klären. Nutzen Sie diese Zeit. Sprechen Sie über die Zukunft und schrecken Sie nicht davor zurück auch ganz praktische Dinge zu besprechen. Rechtlich und finanzielle Entscheidungen werden in Zukunft zwangsläufig getroffen werden müssen, also schieben Sie diese nicht vor sich her, sondern gehen Sie sie mutig an. Erwarten Sie aber nicht zu viel Mut von sich selbst. Jedes Menschen Kraft ist irgendwann verbraucht, also überfordern Sie sich nicht aus falschem Stolz. Es gibt Anlaufstellen, sowohl für medizinische und finanzielle Unterstützung als auch für Sie persönlich. Wenn Sie merken, dass Sie Probleme haben, sich mit der Situation zu arrangieren (und das haben die allermeisten), dann scheuen Sie sich nicht, eine Selbsthilfegruppe aufzusuchen. Der Austausch mit Menschen, die Ihre Sorgen und Ängste kennen, wird Ihnen helfen, die Kraft zu finden, die Sie benötigen, um diese schwierige Situation zu meistern.
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